«Was Schiller immer
schon geplant, Rossini
sich immer erträumt
und die Schweiz immer
schon ersehnt hat.»

Rossinis Wilhelm Tell auf dem Rütli. Ein aufsehenerregendes Ereignis im Stil der legendären Aida vor den Pyramiden von Gizeh oder von Turandot in Pekings verbotener Stadt. Die Oper, die jedem Schweizer bekannt ist durch die Ouvertüre und das ikonische Posthornmotiv, kommt erstmals überhaupt auf ihren Originalschauplatz, das Rütli. Basierend auf dem französischen Original wurde die Oper speziell für die Aufführung im Herzen der Schweiz adaptiert. Gesungen wird in unseren vier Landessprachen.

Ein zentrales Anliegen des Projektes ist die Einbindung der ganzen Schweiz und das Näherbringen des Rütli als Ort der Identifikation, als Symbol für den Ursprung und den Zusammenhalt der Eidgenossenschaft. Daher wird das Solistenensemble aus international renommierten Schweizer Sängern im Rahmen eines schweizweiten Castings mit talentierten Chorsängern und Laiendarstellern aus allen Sprachregionen verstärkt.

Die elementare Kraft der Opernkunst wird bei den geplanten 3 Zyklen à 25 Aufführungen in der Kulisse der Urschweizer Seen- und Berglandschaft erlebbar. Denn die Naturgewalten und die mythische Schweizer Landschaft hat Rossini in die Musik hinein komponiert. Den Zuschauern wird sich ein Spektakel bieten, welches die Schweiz nie zuvor erlebt hat. Den Musikliebhabern genauso wie den Opern-Fans, den Geschichtsinteressierten genauso wie der Familie.

Initiiert wurde das Projekt durch den Urner Schauspieler Urs Althaus. Die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG), die Anrainer-Kantone, verschiedene Organisationen, Unternehmen und zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport unterstützen den Förderverein Grand Opera Wilhelm Tell.

Ein Kulturereignis von nationaler Bedeutung.

Die Freilichtaufführung der Grand Opera Wilhelm Tell auf dem Rütli soll ein Ereignis von staatstragender Grösse werden. Niemals zuvor fand dieses Werk den Weg an seinen Ursprung.

Ein Kunstwerk von europäischem Format.

Gioachino Rossini, sagt man, hat Wilhelm Tell für sein bestes Werk gehalten. Fakt ist: Europäischer könnte Rossinis einzige französische Grand Opera nicht sein. Uraufgeführt wurde sie 1829, in der sehr bewegten Restaurationszeit zwischen Wiener Kongress und
revolutionärem Vormärz. Komponiert hat sie der Italiener für die Pariser Oper. Sie handelt vom Freiheitskampf der Innerschweizer Kantone gegen das österreichische Habsburg. Und folgt dabei der Vorlage eines deutschen Klassikers. Nicht genug damit: Der Stoff geht auf eine altnordische Saga zurück, die weit älter ist als die Eidgenossenschaft selbst.

Figuren mit Identifikationspotenzial.

Die Rütli-Inszenierung baut auf die vielschichtigen Charaktere der Figuren. Grosses dramatisches Potenzial bergen die komplexen weiblichen Rollen. Zuvorderst Hedwig, die Mutter von Walter und mitstreitende Ehefrau Tells. Sie verkörpert eine hochemanzipierte Frauenfigur, die zu denken und zu reden geben wird.

Die berühmteste Ouvertüre der Operngeschichte.

Kaum eine Opernmelodie ist so bekannt wie das Fanfarenstück und der sogenannte  Galopp aus dem Schlussteil der Wilhelm-Tell-Ouvertüre. Zudem ist der Dreiklang des  Schweizer Postautos fest im kollektiven akustischen Gedächtnis jeder Schweizerin und  jedes Schweizers verankert. Alleine diese Tonfolge live auf dem Rütli wiederzuerkennen,  wird ein Highlight darstellen. Nur eines von vielen in diesem populären, emotionalen und zeitlosen Ereignis.

Die Natur als Protagonistin.

Schon bei der Konzeption seiner Oper mass Rossini der mythischen Schweizer Alpenwelt eine zentrale Bedeutung zu. Er hielt seinen Bühnenbildner an, an den Vierwaldstättersee zu reisen, um vor Ort Skizzen für eine möglichst authentische Uraufführung anzufertigen. Auch deshalb spielt die Kraft der Innerschweizer Natur eine zentrale Rolle in dieser Inszenierung. Eine Kraft, die für das Publikum auch physisch erlebbar wird, eine geradezu mystische Erfahrung.

Eine hochkarätige Besetzung.

Für die Hauptrollen wurden bereits Gespräche mit international erfolgreichen Schweizer Künstlerinnen und -Künstlern geführt, darunter zahlreiche Rossini-Spezialisten. Neben den international arrivierten Sängerinnen und Sängern sollen aber auch hochtalentierte Schweizer Neuentdeckungen eine Chance bei unserer Produktion bekommen.

Mario Venzago
Vesselina Kasarova
Alfred Muff
Malin Hartelius
Laurence Guillou
Claude Eichenberger
Ruben Drole

Kunst für alle.

Die Grand Opera Wilhelm Tell auf dem Rütli wird ein Ereignis für alle, die etwas Grossartiges und Unvergessliches erleben wollen. Und zwar auf höchstem künstlerischem Niveau und in höchster Intensität. Der Stoff ist bekannt, die Geschichte wird seit Generationen in allen Schweizer Schulzimmern vermittelt und diskutiert. Und doch birgt die Grand Opera Wilhelm Tell auf dem Rütli ein Geheimnis, das sich nur denen erschliesst, die dabei sind. Die elementare Kunst der Oper unter freiem Urschweizerhimmel erleben. Eine tiefgreifende Erfahrung, die ein Leben lang in Erinnerung bleiben wird. Das Projekt ist auf Nachhaltigkeit und Langfristigkeit angelegt. Sprich: die Grand Opera Wilhelm Tell soll einen festen Platz in der Schweizer Kulturagenda einnehmen.

Das Projekt wird die Besucherinnen und Besucher vom Start weg in ihren Bann ziehen. Das beginnt bei der Werbung, zieht sich über den Ticketverkauf, über das Informations- und Promotionsmaterial, die mediale Begleitung in Zug, Schiff und auf den Wanderwegen hin bis zum atemberaubenden Bühnenbild. Krönung dieser Erlebniskette ist eine Aufführung, wie sie die Schweiz schon immer ersehnt hat.

Wenn wir schreiben «ein Ereignis für alle», dann meinen wir auch alle. Also nicht nur den erklärten Opernliebhaber. Sondern die Schweiz durch sämtliche Bevölkerungsschichten hindurch. Darunter und insbesondere auch Familien. Die Oper wurde auf kinderfreundliche 2 Stunden und 30 Minuten gekürzt. Die Geschichte Tells soll auch den Jüngsten nähergebracht werden. Nicht zuletzt aus diesem Grund streben wir eine Zusammenarbeit mit Schulen im ganzen Land an.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Gioachino Rossinis Wilhelm Tell ist die einzige weltberühmte Oper mit einen Schweizer Thema. Und das Rütli ist der Ort, der wie kein anderer das freiwillige Zusammenwachsen und die Kohäsion der Willensnation Schweiz symbolisiert und schon damals Schiller wie Rossini zu Meisterwerken inspirierte.

Neben beliebten Episoden wie Leutholds Flucht, dem Apfelschuss, dem Tellsprung, Gesslers Tod und natürlich dem Rütlischwur arbeitet Andreas Winklers behutsame Inszenierung Aspekte des Werkes heraus, denen in der Vergangenheit nur wenig Beachtung geschenkt wurde. Die Zeichnung der Frauenfiguren wie Tells Gattin Hedwig und die habsburgische Prinzessin Mathilde. Der Bezug von Natur und Landschaft mit den archetypischen Eigenschaften von Frau und Mutter. Die Reflektion von Seelenzuständen, Sachverhalten und Geschehnissen in musikalischen Naturbeschreibungen. Dramatische Klangbilder, in denen sich die beeindruckende Bergkulisse erkennen lässt. Dies alles auf einer Bühne, die an eine überdimensionale Armbrust erinnert.

Musikalisch verfolgt die Produktion Wege, die Pioniere der historischen Aufführungspraxis wie Alberto Zedda, Claudio Abbado, Riccardo Chailly oder Cecilia Bartoli in den letzten Jahren im Bereich des Belcanto und der romantischen Oper pionierhaft beschritten haben.

Werte wie Freiheit, Gemeinsinn, Mut, Hoffnung und Selbstbestimmung werden mit diesem historischen Stoff neu belebt. Brisante Themen, die zum Dialog animieren und zum Denken anregen. Perfekt inszeniert im Zeitgeist der aktuellen Kulturindustrie. Mit viel Liebe zur Kunst, zur Oper, zur Musik, zur Bühne und zum Gesang, wie sie nur Europa in dieser Art hervorgebracht hat.

Sich ein Bild machen.

Hier ein paar Impressionen aus der Projektplanung für die Grand Opera Wilhelm Tell.